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Schädliche Bildungsreformen

«Sprachenstreit: Was macht jetzt der Bund?», «Zentralschweiz am Sonntag» vom 3. April
04.04.2016 | 10:51

Eine Studie beweist, dass das Französisch vieler Kinder weit hinter dem Lehrplan herhinkt. Doch wie sieht es mit Deutsch und Mathematik aus? Wenn man Lehrer der Oberstufe, Gymilehrer oder auch Berufsschullehrer fragt, bekommt man immer die gleiche Antwort: Das Wissen der Kinder und Jugendlichen ist sehr bescheiden. Jugendliche, die einen fehlerfreien Satz schreiben oder ein Problem mit mathematischen Gleichungen lösen, gibt es fast nicht. Und woher kommt das Problem?

In den letzten Jahren wurde mit viel Aufwand eine Schulreform nach der anderen durchgeboxt. Auf der Strecke blieben dabei die Kinder, die wichtiges Grundwissen nicht erlernen durften oder konnten, weil es nicht vermittelt wurde.

Doch Grundwissen ist die Grundlage unseres Wissens. Wenn man nicht lesen kann, kann man auch Texte nicht verstehen und sich eine eigene Meinung bilden.

Wenn man nicht rechnen kann, kann man auch nichts erstellen und anfertigen.

Mit dem Lehrplan 21 kommt nun die Zementierung dieser Tendenz. Kinder dürfen selber entscheiden, was sie lernen wollen. Es werden Selbstkompetenzen gefördert und nicht Fachkompetenzen vermittelt. Doch wie will ein Kind die deutsche Sprache erlernen, wenn ihm niemand die Grundkenntnisse aufzeigt?

Wir haben als überparteiliches Komitee die Kantonale Volksinitiative «Bildungsreformen vor das Volk» gestartet, um diese gefährliche Bildungsreform Lehrplan 21 zu stoppen.

Markus Müller-Birrer,

Sempach Station

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